Wank (1780hM)

Der Hausberg von Garmisch-Patenkirchen lässt sich über seine Wege leicht Wandern und hat keine Schwierigkeiten beim Auf-sowie Abstieg. Der Aufstieg ist sehr aussichtsreich und lässt sich durch die gut markierten Wanderwege leicht erklimmen. Der Aufstieg ist mit Hunden auch sehr schön zu begehen.

Der Aufstieg geht gleich hinter dem Parkplatz am Haus Wank empor, man folgt einer kleinen Seitenstraße etwas nach Links abknickend auf den sogenannten Wankweg. Dort folgt man der Beschilderung : Josefsbichl und Gamshütte. Den Weg folgt man und hält sich bei der ersten Bank über dem Gashang rechts Richtung Gamshütte. Hier wandert man an einem steilen Waldhang entlang in ein kleines Tal hinein. Dort sieht man am Ende des Kessels einen leichten Wasserfall. Der Weg leitet über kleine Brücken und einigen Stufen hoch zur Gamshütte (1000hM). Diese auf einem Gashang frei stehende Hütte lädt zum Verweilen ein. (Mein Tipp: Abends mit einer schönen Brotzeit den Sonnenuntergang schauen, direkt gegenüber der Alpsitze und der korpulenten Zugspitze)

Gamshütte (1000hM)

Man geht dann hinter der Hütte gerade aus weiter nach oben und folgt dem Kiesweg bis zur Seilbahn. Von der Seilbahn etwas links weg gelangt man zum Gipfel sowie zur DAV Hütte.

Aufstieg mit leichten Schneeauflagen.

Den Abstieg kann man über die selbe Route wie die vom Aufstieg nehmen oder man fährt mit der Seilbahn wieder ins Tal abwärts.

Ehrwalder Sonnenspitze

Faszinierend präsentiert sich die Ehrwalder Sonnenspitze wenn man von Ehrwald in die Mieminger Kette blickt.

Ehrwalder Sonnenspitze im Hintergrund rechts, mittig der Vordere Drachenkopf, Seebensee

Geparkt mit dem Auto an der Ehrwalder Almbahn. Hier starten wir unsere Tour und halten uns rechts am Geißbach entlang durch den Wald. Wir folgen dem Wegweiser „Hoher Gang“ und überqueren somit den Bach an einer Brücke. Der Weg führt über einer der vielen Almwiesen mit bestem Blick auf das Zugspitzmassiv. Der Weg wird immer steiler und führt über ein Geröllartiges Feld hinauf. Dies ist hier mit einem Drahtseil gesichert und unterstütz bei der Orientierung und der Sicherheit. Auf einem Wiesen-Plateau suchen wir die spärlichen Markierungen und gelangen zum Anfang des Seebensees.

Blick von der Coburger Hütte auf den Seebensee im Hintergrund das Zugspitzmasiv


Alternativ kann der Seebensee auch über den Immensteig erreicht werden, dieser ist etwas sanfter zu geben und führt an der Seeben Alm vorbe. Außer den Immensteig der durch dichten Wald verläuft wird man anschließend auf einen geschotterten Weg gelangen der direkt zum Seebensee führt. (Hier fahren viele Mountainbiker entlang und Tagestouristen, die durch die Almbahn hochgefahren werden erreichen, so auch problemlos den See und das Panorama. Ich finde, den aufstieg über den Hohen Gang am schönsten.)

Aufstieg Immensteig
Aufstieg Immensteig

Wir umrunden den Seenebsee mit seinem atemberaubenden klaren Wasser und halten uns Östlich. Dort steigen wir in mehreren Serpentinen zur Coburger Hütte auf. Von dort oben hat man einen wunderschönen Blick auf den See und dem dahinterliegenden Zugspitzmasiv. Auf der Terrasse kann man im Hintergrund auch den türkisblauen Drachensee sowie die Griesspitze genießen.

Wir wandern richtung Westen auf der Biberwierer Scharte richtung Sonnenspitze. Erst zweigt links ein Pfad auf den Vorderen Drachenkopf ab, den wir jedoch ignorieren. Wenig später verlassen wir rechts den Hauptweg und wandern auf ein Schotterfeld zu, welches der Beginn des Steiges auf die Ehrwalder Sonnenspitze darstellt.

Nach dem Schotterfeld führt uns der wenig markierte Weg durch eine Rinne steil bergauf. Aufgrund der hier herrschenden Steinschlaggefahr ist ein Helm besonders wichtig. Im ausgesetzten Gelände gelangen wir zu einer zweiten Rinne die wir besteigen. Auf dem gesamten Weg finden man wenig bis keine Markierungen.

Die heiklen Stellen sind mit Umlenkketten die meist markiert sind gesichert. Auch finden wir kurze Passagen die mit einem Drahtseil gesichert sind. Von dieser Drahtseilsicherung führt das Gelände wieder etwas einfacher weiter.




Kurz vor dem Gipfelkreuz kommt man auf einem schmalen Grat zur Schlüsselstelle die etwas ausgesetzter ist. Hier ist eine absolute Trittsicherheit wichtig. Von dem Gipfelkreuz haben wir einen wunderschönen Rundblick.

Hier noch einmal der Grat auf den man Richtung Gipfel erklimmt.

Zum Abstieg gibt es die Möglichkeit über den Norden zu gehen, hier ist ein sehr bröseliger Fels somit muss auch hier jeder Tritt sitzen. Je weiter der Weg ins Tal verläuft desto leichter wird dieser. Dieser sollte gefolgt werden bis man nördlich zum Abzweig Hoher Gang gelangt. Hier kann wieder zur Talstation der Almbahn zurück gewandert werden.
Auch der Abstieg über die Aufstiegsroute ist möglich, und im Frühling sowie Herbst empfehlenswert.

Die Tour ist für gut 7 Stunden ausgelegt, früh starten lohnt sich. Da der Seebensee und die Ehrwalder Sonnenspitze noch nicht mit Menschenmassen gefüllt ist. Wichtig ist auch das zurecht finden in Weglosem Gelände. Durch die Ausgesetzheit sind die Markierungen nicht gut zu erkennen.

Ich möchte hier noch einmal Hinweisen, die Ehrwalder Sonnenspitze ist eine mittelschwere Bergtour. Aufgrund ihres langen Aufstieges ist sie sehr kräftezehrend. Wichtig ist das hier eine absolute Trittsicherheit beherrscht wird.
Man kann auf der ganzen Route einige schwierige Passagen mit dem Seil absichern, Sandplätze sind vorhanden und auch markiert. Jedoch sollten hierzu Vorkenntnisse definitiv vorhanden sein. Solltet ihr euch mit dem Seil sichern ist noch einmal etwas mehr Zeit einzuplanen. Ganz Bequem könnt ihr die Tour auch auf zwei Tage verteilen mit Übernachtung auf der Coburger Hütte.

Ausrüstungsempfehlung :

Bergschuhe der Kategorie B/C, Steinschlaghelm,
erweiterbare Ausrüstung : Klettergurt, 2-3 HMS Schraubkarabiner und ein Seil (30m+).

richtiges Abseilen…

Richtiges Abseilen in Alpinem Gelände ist das A und O des Klettern. Es gibt einige Sicherungsgeräte, die zum Abseilen genutzt werden können, mich begleitet überall der ATC-Guide.
Der ATC von Black Diamond ist ein super Multifunktionsgerät, Sichern im Verstieg sowie im Top-Rope. Das Sichern von zwei Nachsteigern in Mehrseiltouren, Vor- und Nachstiegssichern sowie das selbständige Ablassen.

Bei dem ATC Guide kann man mit der zusätzlichen Karabineröse auch zur Sicherung in Mehrseilrouten über den Standplatz eingesetzt werden. Der Tuber wird hier mit einem Verschlusskarabiner in den Standplatz eingehängt, so dass man den Nachsteiger bequem über den Fixpunkt sichern kann und man selbst nicht Teil der Sicherungskette ist. Durch den richtigen Seilverlauf besitzt der Tuber zudem einen automatischen Blockiermodus der das Nachsichern zusätzlich erleichtert. Dies werde ich aber in einem weiteren Thema beleuchten.

Kommen wir jetzt erst einmal zum Abseilen mit dem ATC Guide,

Oben in unser Halbseil oder in das doppelt gelegte Einfachseil legen wir den ATC ein, hierbei ist zu beachten das, dass fixierte Seil oben aus dem Tuber (Bild vom Kletterer) läuft und das restliche freie Seil in der Hand weiter fixiert wird (Bild von einer Hand auf dem Tuber).

Den Tuber hängen wir jetzt mit einem HMS Karabiner in unsere Standplatzschlinge ein. Auf dem Bild ist das die gelbe Schlinge, hier wurde ein weiches Auge geknotet um den Tuber etwas näher an den Zentralen Punkt des Klettergurtes zu bekommen. (Es gibt auch extra Standplatzsschlingen die dafür verwendet werden können. Siehe hier die neue Version von Petzl oder die konventionelle hier ). Man sollte den Tuber auch so einbauen das das Seil von einem weg schaut, das ist beim Ablassen mit der Seilführung einfacher zu handhaben und man dreht sich während des ablassen nicht mit dem Rücken zur Wand.

Als nächstes wird der Prusik eingelegt, bei recht neuen Seilen sollte dieser 3 mal um das Seil geführt werden, bei älteren reicht meist 2 mal aus. Diesen ziehen wir etwas fest und hängen ihn mit einem 2 Karabiner in unseren zentralen Punkt des Gurtes, wichtig ist das er unterhalb der gelben Bandschlinge ist.
Wieso wird der Prustik eingebaut ? : Diesen bauen wir als „Sicherung“ in unser System, dass wenn der Kletterer verunglückt der Prusik ihn vor dem Absturz bewahrt. (Klemmknoten)

Wenn wir jetzt durch das öffnen des Prusiks, Seil langsam auslassen, bringen wir uns wieder auf den Boden zurück 🙂

Habt ihr Fragen zum abseilen mit dem ATC Guide ?

In der Anleitung steht zwar das der ATC mit einem HMS Karabiner sicher läuft, ich finde aber wenn ein O-Karabiner genutzt wird hat man eine sichere und schönerer Seilführung. Dies wird in der Bergwacht auch so gelehrt, dort hat er auch nur mit dem Petzl 3T+ O-Karabiner eine Zulassung. Es gibt auch einige andere Tuber die im Alpinenraum eingesetzt werden.
Wir nutzen bei der Bergwacht sowie viele Bergführer ausschließlich den von mir vorstellen Tuber.

Winterbegehung Alpspitz Ferrata

Im Sommer ist die Alpsitze ein sogenanter Klassiker in den Nordalpen. Die Frequenz des voll gesicherten Berges ist enorm. Man findet im Sommer kaum die Möglichkeit ungestört auf dem Gipfel zu sein. Im Winter, bei Schneeauflage findet man den Klassiker ganz für sich allein.

Der Klettersteig ist im Winter gesperrt das Begehen erfolgt auf eigene Gefahr!
Dies ist sicherlich sinnvoll, um unerfahren Bergtouristen von einem Wagnis abzuhalten.

Die Winterbesteigung der Alpsitze ist nichts für unerfahrene Bergtouristen

Blick Bergstation zur Alpspitze

Am Osterfelderkopf (2050hM) startet man in die winterliche Tour. Der Einstieg der Nordwand erreicht man in etwa 20 Minuten. Früh los laufen lohnt sich da der Schnee noch festgefroren und tragend ist. Dies ändert sich mit der Sonneneinstrahlung jedoch relativ schnell.

Unser Equipment legen wir bereits an der Bahnstation an und haben somit die Möglichkeit direkt in den Einstieg zu kommen. Über leichtes Gelände geht es bergauf, hier muss meistens ungesichert vorangegangen werden.

Bitte beachtet zu jeder Zeit die aktuellen Lawinensituationen und unterschätzt hier die Steilheit nicht.

Die zweite Hälfte des Aufstiegs wird steiler, jedoch sind hier die meisten Klettersteig-Stellen frei, und die Stahlseile können verwendet werden. Es gibt jedoch immer noch einige stellen, wo das Seil nicht herausschaut und somit frei über diese Schneeflanken gegangen werden muss.

Der Abstieg :

Ist man mit Ski oder mit Schneeschuhen unterwegs geht es am schönsten über die Ostflanke hinunter ins Oberkar. Wichtig ist hier nur bei sicheren Schneeverhältnissen. Bei der Abfahrt sieht man die Stuibenhütte auch ein schönen Anlaufpunkt bevor es zur Talabfahrt geht. Auch eine schöne Abfahrt ist über die Grießkarscharte.

Was nicht empfehlenswert ist der Abstieg über das Grießkar in Richtung Höllental. Hier ist das zurechtfinden sehr knifflig und mit Ski auch nicht gut befahrbar (im unteren Bereich). Mit Schneeschuhen ist es möglich jedoch nur mit guter Ortskenntnis oder mit GPS Geräten. Bitte bedenkt, dass die Klamm im Winter abgebaut sowie gesperrt wird und der Abstieg nur über den Stangensteig möglich ist.

Ausrüstungsempfehlung :

Winter-/ Bergbekleidung, Bergschuhe, Klettergurt, Klettersteig Set, 2 Paar Handschuhe, 1 Eispickel, Steigeisen, Mütze, Rucksackapotheke, Verpflegung

Hier eine Auswahl an meinem mitgenommen Equipment :
Eispickel : Petzl Evo
Steigeisen : Petzl Vasak
Klettergurt : Mammut Ophir
Kletterhelm : Black Diamond Vapor
Klettersteigset : LACD Klettersteigset Pro Evo Blue

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