Peuterey Integrale Grat

Der gesamte Peutérey-Grat, auch Peutérey Integral genannt, ist mit 4500 Höhenmetern der längste Grat der Alpen auf das Dach Europas. 

Einige sagen zufolge sogar schwerer wie manche Nordwand der Alpen







Ein paar Fakten zur Peuterey Integral reichen, um eine Vorstellung von dieser anspruchsvollen Route zu bekommen: Mit 4.500 Höhenmeter ist es die längste Gratkletterei in den Alpen. Man erreicht den 4808m hohen Mont Blanc dabei über eine offensichtliche, atemberaubende Linie, gleich einem Drachenrücken aus zerklüftetem Fels und Schnee über viele herausragende Spitzen.








Die Kletterschwierigkeiten sind durchgehend moderat, aber trotzdem fordernd (streckenweise ca. 6a). Von jedem der vorgelagerten Spitzen muss man abseilen, was relativ viel Zeit braucht. Daher ist die Route auch so lang, weil man permanent die Höhe verliert, die man gerade hochgeklettert ist. Zum Schluss wartet ein schmaler Schneegrat, der nochmal volle Konzentration erfordert.


Nun kennt ihr ein paar Details über die bevorstehende Überquerung. In diesem Blog Artikel möchte ich euch mit auf meine Reise nehmen. Von der Tourenplanung, die Vorbereitung sowie die genaue und detaillierte Beschreibung meiner Begehung.

Da es sich um eine sehr schwere Grat Begehung handelt, empfehle ich euch hier diese nicht ohne Vorkenntnisse zu begehen.

Auch die Physische und Psychische stärke sollte für die Tour vorhanden sein !


Die durchaus tolle Tourenbeschreibung des Grats auf bergsteigen.com habe ich euch schon einmal hier eingefügt, der weitere Ablauf vor und nach der Tour werde ich etwas weiter unten beschreiben. Der Autor der Tourenbeschreibung ist übrigens Daniel Ladurner

1. Tag: Von Peutérey im Val Veny hinauf zum Ref. Noire (Borelli-Pivano), 2316m (stellenweise versichert).

2. Tag: Vom Ref. Noire (Borelli-Pivano) in ca. 1. Std. auf die andere Talseite zum Einstieg des Südgrats (Weg markiert mit Steinmännern). Über den Südgrat auf die Aiguille Noire de Peutérey (3772m): Der erste Turm, Pic Gamba wird rechts (östlich) umgangen, die weiteren Türme Pointes Welzenbach (3355m), Brendel (3497m) und Bich (3753m) werden überklettert. Guter Biwakplatz (2 Personen) direkt unter dem Gipfel, weitere Plätze davor (10-12 Std./ 6- meist 4-5, im unteren Teil überwiegend 3) = der klettertechnisch schwierigste Teil der Tour!

3. Nordseitig von der Aig. Noire ca. 450 m! abseilen (erste Abseilstelle einige Meter unter dem Gipfel. Unbedingt alle Abseilstände verwenden,450m Nordwand abseilen, 30m Abseiler mit 60m Einfachseil – aufpassen, oft sind die Abseiler wirklich 29m lang!. Aufstieg durch die Rinne zum Col vor den Dames Anglaises. Hinauf auf die Dames Anglaises, wieder hinunter und über eine brüchige Rinne ins Brèche Nord des Dames Anglaise mit dem Biv. Craveri (3490m) aufsteigen. Der Turm L’Isolée wird nicht bestiegen. (5 – 8 Std./2-5, viel, viel abseilen).

3. Tag: Vom Biv. Craveri westseitig über brüchiges Gelände zum ersten Grataufschwung und teils etwas rechts davon hinauf. Die Pointe Gugliermina wird entweder umgangen, oder über eine Verschneidung bestiegen. Weiter zum SO-Gipfel der Aig. Blaches de Peutérey  und über einen exponierten Grat zum Hauptgipfel, den man umgeht. (6 Std. ab Biv. Craveri) Nordseitiges Abseilen in sehr brüchigem Gestein zum Col de Peutérey. Von dort deutlich links des Grates in einer schweren Seillänge in der Wand hinauf, nun in einfacherem Gelände nach rechts bis zum Grande Pillier d’Angle (4243m). Von hier westseitig über Firn und Felsen zum letzten exponierten, schmalen Eisgrat, der zum Gipfel des Mont Blanc de Courmayeur führt. Vom Mt.Blanc de Courmayeur unschwierig zum Gipfel des Mt. Blanc. (12 Std., 3-4, 55°). 

Viele Seilschaften biwakieren nochmal im Col de Peutérey, oder vor dem am Nachmittag unangenehmen, exponierten Eisgrat vor dem Mont Blanc de Courmayeur.

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